Manche Menschen stehen nicht im Mittelpunkt, obwohl ohne sie vieles nicht funktionieren würde. Gerry ist so jemand.

Als Musiker, Sänger und Techniker begleitet er die CouncilGroup seit vielen Jahren – auf der Bühne, im Studio und am Mischpult. Er hört genau hin, sagt klar, was Sache ist, und übernimmt Verantwortung, wenn Erfahrung gefragt ist. Nicht laut, nicht belehrend, sondern aus Überzeugung.
In diesem Council Talk spricht Gerry über seinen Weg zur Musik, über Anfänge ohne Glamour, über schlechte Auftritte, klare Worte und darüber, warum Spaß, Ehrlichkeit und Zusammenhalt wichtiger sind als jeder Erfolgsplan.
Wer bist du – und welche Rolle hast du in der CouncilGroup?
Ich bin Musiker, Sänger und Techniker. Ich singe bei vielen Titeln von W.I.R. und Windjammer, bei Sascha Council und Lucky Trail meist im Background. Bei 2Council habe ich mit „Hearts of Olden Glory“ auch einen Song als Hauptsänger aufgenommen und einmal live gesungen.
Ansonsten sitze ich bei unseren Veranstaltungen meistens am Mischpult und sorge dafür, dass Imperial Council und 2Council gut klingen. Im Council-Recording-Studio bin ich für die Aufnahmen, das Mischen und das Mastern zuständig.
Wann hat Musik oder Kultur dein Leben spürbar geprägt?
Das fing sehr früh an – mit etwa acht Jahren. Ich habe Akkordeon und Trompete gelernt und bin ziemlich schnell beim Jazz gelandet. Diese Musik hat mich gepackt und bis heute nicht mehr losgelassen.
Was hat dich überzeugt, Teil der CouncilGroup zu werden – und zu bleiben?
Das fing ganz bodenständig in einer Kneipe an. Ausschlaggebend waren die Menschen, der Umgang miteinander und die vielen unterschiedlichen Projekte. Da passiert ständig etwas Neues, das hält wach. Und auch wenn ich das nicht groß betone: Die Kreativität spielt dabei natürlich eine Rolle.
Gab es einen Moment, der dich innerhalb der CouncilGroup besonders gefordert hat?
Das war der erste Auftritt, bei dem ich Imperial Council live erlebt habe. Die Tonanlage war schlecht, das Umfeld schwierig – ein Jugendheim mit engagierten, aber unerfahrenen Technikern. Der Auftritt musste sogar abgebrochen werden, weil sich beim Sänger nach drei Liedern die Stimme verabschiedet hatte.
Das war kein Drama, sondern ein typischer Anfängerfehler. Da habe ich gemerkt: Den Jungs muss man helfen.
Wofür soll die CouncilGroup in fünf Jahren stehen?
So weitermachen. Die CouncilGroup soll auch in fünf Jahren für ehrliche Musik, unterschiedliche Projekte und einen guten Umgang miteinander stehen. Wenn das bleibt, ist alles richtig gelaufen.
Warum ist es aus deiner Sicht wichtig, Dinge klar anzusprechen – auch wenn das unbequem ist?
Wenn man von außen auf etwas schaut, hat man einen anderen Blick auf das Ganze. Genau das ist oft wichtig. Ich versuche, mit meiner Kritik sachlich zu bleiben. Aber wenn etwas angesprochen werden muss, dann sollte man das auch tun – selbst wenn es unbequem ist.
Woran merkst du früh, dass ein Projekt auf einem guten Weg ist – oder scheitern könnte?
Man kann am Anfang nie sicher sagen, ob ein Lied oder ein Projekt erfolgreich wird. Entscheidend ist etwas anderes: dass man selbst Spaß daran hat und sich treu bleibt. Wenn das nicht stimmt, merkt man sehr schnell, dass etwas in die falsche Richtung läuft.
Schlusswort:
Gerrys Antworten sind unspektakulär – und genau darin liegt ihre Stärke. Keine großen Versprechen, keine fertigen Rezepte. Stattdessen Erfahrung, Haltung und ein klarer Blick auf das Wesentliche.
Wer ihm zuhört, merkt schnell: Gute Projekte entstehen nicht durch Planung allein, sondern durch Menschen, die sich treu bleiben, Verantwortung übernehmen und den Mut haben, Dinge auszusprechen. Genau dafür steht Gerry. Und genau deshalb ist er ein fester Teil der CouncilGroup.
