Im Jahr 2022 wurde Imperial Council vom WDR eingeladen, am Wettbewerb „Beste Band im Westen“ teilzunehmen. Der Beitrag erfolgte mit dem Song „Für immer“ – einem Stück, das für die Band in mehrfacher Hinsicht besonders ist.
„Für immer“ stammt aus dem Album Imperial Council goes Experimental. Ein Album, das seinem Namen gerecht wurde: einmalig, bewusst anders und abseits der gewohnten Genre-Grenzen. Lead-Sänger Carsten beschrieb es damals treffend als Experiment – mit Songs, die nicht dem klassischen Imperial-Council-Stil entsprechen.
Viele dieser Stücke entstammen dem Bereich der Heimatmusik. Geschrieben überwiegend von Rudy Cash und Gerry Marlon, fanden sie ihren Weg zu Imperial Council nicht nur über gemeinsame Produktionen, sondern auch über die Zusammenarbeit als Gastmusiker. Aus dieser Nähe entwickelte sich eine musikalische Verbindung, die schließlich in der eigenen Interpretation dieser Songs mündete.
Einer davon war „Für immer“.
Geschrieben von Rudy Cash, arrangiert von Gerry – und vom WDR ausgewählt, um Imperial Council ins Rennen um den Titel „Beste Band im Westen“ zu schicken.
Die Teilnahme blieb nicht unbeachtet: Auch die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichtete über die Band und ihre Teilnahme am Wettbewerb.
Hier folgt der Artikel von der WAZ:
GELSENKIRCHEN. Die Gelsenkirchener Band „Imperial Council“ nimmt an einem Bandwettbewerb auf WDR 2 teil. Organisiert ist die Band als Verein: Das ist der Grund.
Rockbands sind in der Regel nicht für geordnete Zustände bekannt: Zahlreiche Hotelbesitzer, deren Zimmer zertrümmert wurden, können ein Lied davon singen. Bei der Gelsenkirchener Band „Imperial Council“ geht es dagegen sehr geregelt zu: Die Band hat einen Vorsitzenden, einen stellvertretenden Vorsitzenden, einen Kassenwart und einen Schriftführer. Kurz gesagt: Sie ist ein Verein. Trotzdem – oder vielleicht auch deswegen – ist sie auf dem Weg, „Beste Band im Westen“ zu werden.
Denn an diesem Wettbewerb nimmt „Imperial Council“ gerade teil. Der Radiosender WDR 2 sucht in dieser Woche wieder eine Gruppe, der er dieses Prädikat verleiht: Noch bis Sonntag können die Hörerinnen und Hörer sich aus drei Bands eine aussuchen, der sie ihre Stimme geben. Dem Gewinner winkt die Chance, sich einem breiteren Publikum zu präsentieren: Die Band mit den meisten Stimmen wird dann häufiger im normalen WDR-2-Programm gespielt. „Imperial Council“ nimmt mit dem Stück „Für immer“ an dem Wettbewerb teil – ein auf Deutsch gesungener Titel, der auf der Grenze zwischen Hardrock und Metal balanciert, aber dabei immer radiotauglich bleibt. [Lesen Sie auch: Verzweifelte Bitte um Spenden für schwerst kranken „Eisbär“]
Gelsenkirchener Band wurde im Jahr 2009 gegründet
Seit 2009 gibt es die Band aus dem Gelsenkirchener Süden, die ihren Proberaum in einem ehemaligen Bunker in Herne gefunden hat. „Angefangen haben wir als Coverband“, erzählt Gitarrist und Sänger Sascha Lang. Als „Spaßprojekt“ gedacht, orientierte man sich zunächst an Vorbildern wie Metallica oder Volbeat, „doch im Laufe der Zeit sind immer mehr eigene Stücke dazu gekommen“, so Sascha Lang weiter. Erster Höhepunkt der Bandgeschichte war sicherlich der Auftritt beim Festival „Rock am Bahnwerk“ in Bismarck im Jahr 2016: Die Band hatte das Festival mitorganisiert und mit „Normal ist woanders“ auch gleich den Festivalsong beigesteuert.
Aber warum hat sich die Band als Verein organisiert? Streng genommen ist die Band „Imperial Council“ selbst kein Verein, sondern findet sich unter dem Dach des „Council Group Music e.V.“. Denn „nur“ eine Hardrock-Band zu sein, reichte den Mitgliedern irgendwann nicht mehr, es entstanden zahlreiche Projekte an der Seite. „Irgendwann haben zwei unserer Mitglieder einmal stundenlang mit zwei Gitarren in der Kneipe gesessen und alte Schlager und Oldies gespielt“, sagt Sascha Lang. „Das hat uns so gut gefallen, dass daraus die Band „2Council“ wurde – statt mit E-Gitarren und Verstärker wird hier mit akustischen Instrumenten gearbeitet.
Von Schlagern und Oldies bis hin zum Kinderlied
Die WDR-Abstimmung über die „Beste Band im Westen“, an der auch „Imperial Council“ teilnimmt, läuft noch bis zum kommenden Ostersonntag.
Abstimmen kann man im Internet auf www.wdr2.de. Weitere Infos zur Band und den verschiedenen Projekten stehen auf www.imperialcouncil.de.
Weitere Projekte kamen hinzu: Etwa „Council Kidz“, das auf Kinderlieder und Hörspiele setzt, oder „W.I.R.“: Die Abkürzung steht für „Wir im Ruhrpott“, geboten wird deutschsprachige Rock- und Popmusik. „Wir haben uns bewusst für diese Untergruppen entschieden, weil es völlig unterschiedliche Projekte sind“, erklärt Sascha Lang. „Wir wollen vermeiden, dass Imperial Council mit Oldies und Schlagern oder mit Kinderliedern in Verbindung gebracht wird.“ Um aber trotzdem alles unter einem Dach zu halten, gründete die Band einen Verein.
Ein weiterer Grund für die Vereinsstruktur: Die Band gründete ein Label, um die verschiedenen Projekte zu veröffentlichen. „Dafür benötigten wir eine juristische Person“, so Lang, „und aus verschiedenen möglichen Modellen haben wir uns für den Verein entschieden.“ Elf Mitglieder hat der Club, und wie es sich gehört, wird jedes Jahr eine Jahreshauptversammlung abgehalten – Ordnung muss sein.
Live zu sehen ist die Band „Imperial Council“ am 10. Juni bei „Rock am Bahnwerk“ in Bismarck. Das Akustikprojekt „2Council“ hat seinen nächsten Auftritt am 14. Mai im Haus Lünhörster in Schalke.
Hier der Artikel auf waz.de