
Im Juni 2022 durften wir eine rundum gelungene Ausgabe von Rock am Bahnwerk erleben. Zwei Tage Festival, 13 starke Bands – und vor allem: ein Wochenende ohne große Komplikationen, dafür mit umso mehr Musik, Begegnungen und Energie.
Das bewährte Konzept mit zwei Bühnen blieb auch in diesem Jahr bestehen. Im fliegenden Wechsel wurden die Besucher am Freitag und Samstag mit rockiger Musik versorgt. Erstmals übernahm die CouncilGroup den Sound auf der kleinen Bühne am Bismarck Beach. Das Technikteam um Gerry und Leonardo – eigens aus der Schweiz angereist – hatte alle Hände voll zu tun, war dabei aber stets mit sichtbarer Freude und hoher Professionalität bei der Sache.
Auf Bühne 2 fungierte Carsten erneut als Stagemanager und war gemeinsam mit Marco ein verlässlicher Garant für einen reibungslosen Ablauf. Sascha führte als Moderator durch das Festival, versorgte das Publikum mit Informationen und hielt den roten Faden zwischen den Auftritten.
Im Hintergrund sorgten Sven und Nina dafür, dass alles lief: von Stromversorgung über Verpflegung bis hin zu kleinen und großen Besucherwünschen. Am CouncilMarkt kümmerten sich Claudia und Hela um alles, was man zwischendurch so braucht.
Erstmals stellte die CouncilGroup für beide Bühnen das komplette Schlagzeug. Tommi war damit ganztägig Ansprechpartner für alle Drummer – mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass auf nahezu jedem Foto das Imperial-Council-Logo auf der Bassdrum zu sehen war.
Freitag
Musikalisch ließ der Freitag keine Wünsche offen. Bands wie Decadance Dance, Why Amnesia, Symple Lyfe und Martyr sorgten für einen starken Einstieg.
Ein besonderer Moment war der Auftritt von Imperial Council: der erste nach genau drei Jahren Pause – und zugleich der erste mit Tommi am Schlagzeug. Neben neuen Songs gab es Klassiker, sehr alte Stücke und zwei Songs gemeinsam mit Eisbär, dem ehemaligen Schlagzeuger und Gründungsmitglied, der für das Finale auf die Bühne zurückkehrte.
Es sollte zugleich der einzige Auftritt von Imperial Council im Jahr 2022 bleiben – danach ging es direkt zurück in den Proberaum, um an zwei neuen Alben zu arbeiten.
Samstag
Am Samstag steigerte sich die Stimmung kontinuierlich. Die Bands präsentierten sich spielfreudig, kreativ und publikumsnah.
Megabosch überzeugten bei ihrem dritten RaB-Auftritt mit einer Bühnenpräsenz, der man sich kaum entziehen konnte. Scots Project verband Dudelsäcke und Rock zu einem stimmigen Gesamtkonzept. Silent Revenants lieferten melodischen Metal mit Raum für Gedanken. Glutsucht aus Oldenburg sprachen Klartext – laut, direkt und ehrlich. Die Ventilators sprangen kurzfristig für die ausgefallenen Nikki Puppets ein und meisterten diese Aufgabe mit beeindruckender Selbstverständlichkeit.
Den krönenden Abschluss bildeten Tarchon Fist: Zum Finale versammelten sich alle Mitwirkenden der RaB-22-Ausgabe auf der Bühne, um gemeinsam „Run to the Hills“ zu singen.
Ein kleines, aber wirkungsvolles Feuerwerk beendete das Festival – und setzte ein klares Zeichen:
Man kann gestärkt aus Lockdowns hervorgehen.