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Normal ist wonders - ImperialCouncil

Festivalsong vom Rock am Bahnwerk

Einordnung

Ein Song über einen Ort, der nicht stillsteht – obwohl er längst vergangen ist.
„Normal ist woanders“ beschreibt, wie sich Vergangenheit und Gegenwart überlagern:
Geräusche, Bilder und Bewegung werden wieder spürbar, sobald man sich darauf einlässt.

Es geht nicht nur um Erinnerung, sondern um das Gefühl, dass etwas geblieben ist –
und jederzeit wieder zum Leben erwachen kann.

Hintergrund

Normal ist woanders ist der offizielle Festivalsong von „Rock am Bahnwerk“.

Der Text entstand teilweise direkt vor Ort – zwischen alten Gleisen, Werkshallen und ausrangierten Waggons. Genau dort, wo Industriegeschichte auf Musik trifft.

Das Besondere: Der Song funktioniert nicht nur als Musikstück, sondern als Moment. Vor Ort wird er zu etwas Größerem – weil man sieht, worüber gesungen wird.

Heute ist ein Großteil dieses Ortes verschwunden. Doch genau das verleiht dem Song eine zusätzliche Ebene:

Er bewahrt etwas, das es so nicht mehr gibt.

Inhaltliche Bewertung

Der Song arbeitet stark mit Gegensätzen:
Leere und Geräusch, Stillstand und Bewegung, Gegenwart und Vergangenheit.

Schon in der ersten Strophe wird das klar: Äußerlich ist nichts zu sehen – und trotzdem ist alles da. Jubel, Hämmern, Stimmen. Der Ort ist nicht mehr aktiv, aber er wirkt weiter.

Mit der Zeile „Ich schließ die Augen und reise mit Dir“ wird genau das zur Methode: Die Bewegung entsteht im Kopf – und macht den Ort wieder lebendig.

Im Refrain verdichtet sich das: Die Musik „fegt durch die Hallen“, die alten Gleise werden wieder befahren.
Der Ort wird nicht beschrieben – er wird in Bewegung gesetzt.

In der dritten Strophe kippt die Perspektive: Der Erzähler wird selbst Teil dieses Ortes – „Ich bin das Damals, Heute und Morgen“. Spätestens hier wird klar: Es geht nicht nur um Erinnerung, sondern um Identität.

„Normal ist woanders“ ist deshalb kein bloßer Satz, sondern eine Haltung: Wer sich auf diesen Ort einlässt, verlässt das Gewöhnliche – und wird Teil von etwas, das weiterlebt.

Genau darin liegt die Stärke des Songs: Er erzählt nicht nur von Vergangenheit – er macht sie erlebbar.

Kurz & klar

  • Thema: Erinnerung, Wandel, Identität
  • Stimmung: nostalgisch, kraftvoll, verbindend
  • Besonderheit: offizieller Festivalsong von „Rock am Bahnwerk“

Der Text

Normal ist woanders - Lyrics

Strophe 1
Es lockt mich jeden Tag an diesen alten, alten Ort. Es packt mich, greift mich, zieht mich an, bringt mich von hier fort. Ich höre Jubel, Rufe und Lieder.

Ich seh‘ mich um, hier ich nichts, kann nichts sehn. Ich hör es ganz genau, kann dem nicht wiederstehn‘. Höre dieses hämmern. Wieder und wieder

 

Bridge:
Ich schließ die Augen und reise mit Dir.

Refrain:
Fühlt Ihr, was ich seh‘? Ich höre Musik, die durch die Hallen fegt. Dieser alte Ort zieht mich an. Auf den alten, alten Gleisen voran.

Normal ist woanders

 

Strophe 2
Der Fahrtwind schließt mich ein, ich mach die Augen zu. Seh‘ wie es früher war. Staub legt sich zur Ruh‘. Hört Ihr unsere Lieder?

Tausend Tonnen Stahl sah man früher oft. Vorbei an „Unser Fritz“ vorbei an Malakow. Ich hör ein Singen. Wieder und wieder.

 

Bridge
Ich schließ die Augen und reise mit Dir.

Refrain
Fühlt Ihr, was ich seh‘? Ich höre Musik, die durch die Hallen fegt. Dieser alte Ort zieht mich an. Auf den alten, alten Gleisen voran.

Normal ist woanders

 

Strophe 3
Mit einem Schnaufen bleib ich stehn‘, mach die Augen auf. Jeder kann mich sehn und Alle schaun zu mir rauf. Ich bin das Damals, Heute und Morgen.

Durch die Zeit und Rock n’Roll wurde hier ein Geist geweckt. Winkt freundlich mit der Lampe, ist mit Schweiß und Ruß bedeckt. Und singt die Lieder, die ich höre.


Bridge
Ich hör Euch singen und seh Euch zu.

Refrain
Fühlt Ihr, was ich seh‘? Ich höre Musik, die durch die Hallen fegt. Dieser alte Ort zieht mich an. Auf den alten, alten Gleisen voran.

Normal ist woanders

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